Die Sommerreise ins Grenzland geht weiter
Veröffentlicht am 09.10.2019 17:00
Laufzeit:
3
Stunden
und
14
Minuten
Die Sommerreise im Grenzland zwischen Thüringen, Hessen und Niedersachsen geht weiter. Unsere zweite Etappe führt Ulrike und mich über den Kolonnenweg zum Grenzmuseum Schifflersgrund. Dort treffen wir Christian Stöber, pädagogischer und wissenschaftlicher Leiter am Museum. Auf einem Rundgang über das Gelände erfahren wir nicht nur viel über das Leben an einem typischen Grenzabschnitt fernab von Grenzübergängen wie in Duderstadt-Teistungen – Christian berichtet auch von Fluchtschicksalen am Grenzzaun, wie das Museum hier entstand und welche Pläne es für die Zukunft des historischen Orts gibt. Mit dem Auto sind wir dann tatsächlich auch noch auf dem Kolonnenweg unterwegs und kommen der (jetzt grünen) Grenze sehr nah. Auf dem Rückweg sitzt Ursel Lange mit im Auto, die zeitlebens im kleinen Dorf Asbach gelebt hat. Bei einem Kaffee im Museum erzählt sie uns von ihrem Leben an und mit der Grenze und wie diese auch ihr Dorf und ihre Familie teilte. Wir wünschen Euch viel Freude und Erkenntnisgewinn mit dieser Folge!
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Moderation Zu Gast
Schnitt und Fotos für diese Folge stammen von Ulrike Kretzmer. Vielen Dank!
- Die Karte zur Folge 86
- Abschied von Patrick auf dem Kolonnenweg
- Unterwegs im Grenzland
- Wilde Erdbeeren am Wegesrand
- Blick auf den Grenzfluss Werra
- Unterwegs
- Ankunft im Schifflersgrund
- Unsere Unterkunft, der Hof Sickenberg
- Blick aufs Museum
- Christian und Martin im Gespräch
- Am Grenzmuseum Schifflersgrund
- Am historischen Ort
- Neukonzeption des Museums
- Museumscontainer und Museumsmobil
- In der Ausstellung
- Blick auf den Schifflersgrund – hier versuchte Heinz-Josef Große zu fliehen
- Aus Zollhütten wird ein Museum
- Ausstellung in der alten Zollhütte
- Fluchtschuhe
- Der „Fuhrpark“ des Museums
- Flieger auf Flieger
- Auf dem Gelände des Grenzmuseums
- In der Hessenhalle
- Der Fluchtbagger von Heinz-Josef Große
- Im Auto unterwegs im Grenzland
- Alte Schilder erinnern an die Zeit vor dem Gebietstausch
- Aus Grenzzaun wurde Gartenzaun
- Blick auf das Dörfchen Asbach direkt an der ehemaligen Grenze
- Auf dem Kolonnenweg fahren wir zurück in der Geschichte
- Vom „Westen“ schauen Christian und ich nach Thüringen auf das Dörfchen Asbach
- Ursel Lange (Mitte), Christian Stöber (rechts) und Martin Fischer im Grenzmuseum Schifflersgrund
- Der Streckmetallzaun wurde nach der Grenzöffnung oft wiederverwendet – wie hier als Fußmatte
- Ausklang im Musem
Links zur Folge
Vielen Dank an Christian für die Unterstützung bei der Linkliste!
- Los geht’s mit dem Link zum Grenzmuseum Schifflersgrund
- Zur Geschichte des Grenztourismus, der Zonenrandförderung und der Umweltprobleme entlang der innerdeutsche Grenze erscheint in Kürze ein Buch von Astrid Eckert
- Ein Aufsatz von ihr zum Grenztourismus ist online verfügbar
- Informationen zum Forschungsprojekt zu den Grenzopfern
- Zur SED-Diktatur im Eichsfeld, insbesondere dem sog. Eichsfeldplan, hat Christian ein Buch veröffentlicht
- Zum historischen Ort und dem Grenzmuseum Schifflersgrund erscheint Ende 2019 in der Gerbergasse ein Betrag von Christian (Titel: Schifflersgrund. Historischer Ort und zivilgesellschaftliche Erinnerungskultur) – wir verlinken das Heft, sobald es erschienen ist
- Zur Öffnung der Grenze 1989 im Eichsfeld und der Entstehung der Grenzübergänge
- Zu den vorhandenen Spuren entlang der Grenze zwischen Hessen und Thüringen gibt es einen kürzlich erschienenen Bildband

































Ein Staatsbürgerkunde-Spezial in drei Teilen. In dieser und den nächsten beiden Folgen sind Ulrike Kretzmer vom Exponiert Podcast und ich unterwegs im Grenzland zwischen Thüringen, Niedersachsen und Hessen. Wir treffen Menschen, die an der ehemaligen innerdeutschen Grenze gelebt haben und besuchen Orte, die an das "Eindrücken" der Mauer im November 1989 erinnern, wie es unser erster Gast bildlich beschreibt. Patrick Hoffmann arbeitet im Grenzlandmuseum Eichsfeld. Zu Beginn der Folge sind wir mit ihm unterwegs und er erklärt uns Aufbau und Entwicklung der DDR-Grenzanlagen. Im Anschluss lernen wir Ursula Apel aus Teistungen kennen, die uns von ihrem Leben an und mit der Grenze erzählt. Wie ihre Welt mit dem Ausbau der Grenze immer kleiner wurde, wie ein halbes Dorf die Flucht wagte und wie ihre Familie die Grenzöffnung erlebte. Eine spannende und hoffentlich erkenntnisreiche Folge erwartet Euch zu einem Jubiläum, das wir alle nicht vergessen dürfen.

























