Vom Widerstand, Ungeheuerlichem und historischen Aufgaben
Veröffentlicht am 31.05.2014 06:00
Laufzeit:
1
Stunde
und
37
Minuten
Die Mauer ist offen, die Wende in vollem Gang – aber was macht man mit der Behörde, die jahrzehntelang systematisch die Bürger der DDR ausspioniert und überwacht hat? Wie nähert man sich diesem System und wie geht man mit den Dokumenten um, die es gesammelt hat? Darüber spreche ich mit dem Historiker, Buchautor und wissenschaftlichen Leiter des DDR-Museums Dr. Stefan Wolle. Er wurde 1990 vom Runden Tisch mit der Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen beauftragt und stand vor der gewaltigen Aufgabe, das Unvorstellbare zu verstehen. Zuvor jedoch werfen wir einen Blick zurück in die persönliche Vergangenheit von Dr. Wolle und zeichnen seinen Lebensweg bis zum Mauerfall nach – inklusive eines Exkurses über das russische Mittelalter.
Von Wertstoffen, der Wertschöpfung und der Wertschätzung
Veröffentlicht am 19.04.2014 06:00
Laufzeit:
1
Stunde
und
12
Minuten
Mal was anderes: In dieser Folgen haben wir kein großes Thema, sondern viele kleine. Ihr habt uns Fragen und Themenvorschläge geschickt, die wir sorgfältig gesammelt haben. Nicht alles davon würde für eine ganze Sendung reichen. Und deshalb gibt’s zum ersten Mal eine Fragestunde. Vom Reichtum ist die Rede, gutem Essen oder Sekundärrohstoffen. Wir sprechen über den Schießbefehl, Tschernobyl und die Pressezensur. Elf kurze Schlaglichter auf das Leben in der DDR. Wir sind gespannt, wie Euch dieses Format zwischendurch gefällt und freuen uns über neue Fragen für eine kommende Runde – wenn Ihr mögt! Gute Unterhaltung und viel Erkenntnisgewinn nun aber erst mal mit der ersten Fragestunde.
Von kleinen und großen Brüdern, Weltsprachen und der Freundschaft
Veröffentlicht am 29.03.2014 06:00
Laufzeit:
0
Stunden
und
52
Minuten
Keinem Land stand die DDR – zumal in der öffentlichen Darstellung – so nah wie der Sowjetunion. Der "große Bruder" war stets präsent, durch politische Richtungsentscheidungen ebenso wie das Schulfach Russisch und die lebendige Ausgestaltung der "unverbrüchlichen Freundschaft". Mit meinen Eltern spreche ich über den Einfluss, den die Sowjetunion auf Alltagsleben in Kindergarten, Schule oder Beruf hatte und welche Vorstellungen sich mit ihr verknüpften – war das Russlandbild der DDR doch oft oberflächlich und durch Propaganda beeinflusst. Und auch wenn der Einfluss sowjetischer Lebensart und Produkte nicht dem US-amerikanischer Prägung entsprach, fanden doch Wörter, Kulturwerke und Ideen aus Russland Einzug in das Leben im östlichen Deutschland.