Von bunten Knöpfen und Knopfaugen
Veröffentlicht am 29.02.2020 06:00
Laufzeit:
1
Stunde
und
47
Minuten
Eine Folge mit Stil und neuen Gewändern für einen Klassiker erwartet Euch. Zunächst berichtet Gästin Christine von ihrer Tätigkeit in der Modebranche der DDR. Nach Ausbildung und Studium war sie am Modeinstitut tätig und hat dort den "Look" der DDR mit geprägt. Ihr Berufsweg führte sie dann zu einer Station, in der ebenfalls Kreativität und handwerkliches Geschick gefragt waren. In einem Fernsehstudio in Mahlsdorf entwarf und bastelte Christine Puppen und Sets für das Sandmännchen und seine Freund:innen. Und da sind wir auch schon bei meiner zweiten Gästin. Nina Paysen ist Redakteurin beim Sender RBB und dort verantwortlich für Kindersendungen – darunter ebenfalls das Sandmännchen. Im letzten Jahr hat sie Produktion von neuen Folgen mit dem frechen Kobold Pittiplatsch und seinen Freunden betreut und berichtet von der Aufgabe, einen Kinderfernsehenklassiker behutsam zu modernisieren. Zwischen beiden Gesprächen erwartet Euch wieder ein Besuch im Archiv des DDR Museums – gemeinsam mit Mark spreche ich über zwei passende Objekte zur Folge vor. Ulrike, die den Podcast dieses Mal wieder geschnitten hat, und ich wünschen Euch viel Spaß mit einer bunten Folge "Staatsbürgerkunde" und empfehlen diesmal sogar, sie vielleicht vorm Einschlafen zu hören? Als kleinen "Abendgruß"?
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Moderation Zu Gast
Links zur Folge
- Wer die Objekte zur Folge anschauen möchte: Hier geht’s zum Kleid und dem Bastelbogen
Die erste Episode in 2020 führt mich in meine Geburtsstadt Weida. Dort habe ich den Künstler Horst Sakulowski getroffen, der dort seit 1967 lebt und arbeitet. Im Gespräch folgen wir seinem Leben entlang der Bilder und Werke, die er geschaffen hat und mit denen er einen genauen Blick auf die menschliche Existenz wirft. Im Spannungsfeld zwischen freier Kunst und Kunstbetrieb der DDR schafft Sakulowski Bilder wie “Portrait nach Dienst” oder “Das Telegramm”, die das Leben im Land und die Konflikte seiner Bürger:innen thematisieren. Neben seiner Kunst sprechen wir auch über die praktischen und sozialen Aspekte des Künstlerberufs in der DDR – von der Ateliersuche über die Gemeinschaft mit anderen Künstler:innen bis hin zu seinen humorvollen “Ausstellungen aus der Schublade”. Ein langes, vielschichtiges Gespräch erwartet Euch mit viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren. Wir freuen uns auf Eure Kommentare.




Der dritte und letzte Teil unserer Reise durchs Grenzland zwischen Thüringen, Hessen und Niedersachsen führt Ulrike und mich in dieser Folge nach Geisa, in den Westen Thüringens. Die englischen Ortsbezeichnungen "Fulda Gap" und "Point Alpha" begegnen uns, denn hier standen sich Ost und West direkt gegenüber: Auf der einen Seite der Beobachtungsturm der DDR, auf der anderen Seite das Camp der US Army. Christian Curschmann von der "Point Alpha Stiftung" führt uns über das Gelände und durch das "Blaue Haus auf der Grenze". Später nimmt uns Monika Held mit auf eine Spritztour in die Grenzregion rund um Rasdorf. Frau Held ist in Hessen geboren und gibt uns einen Eindruck, wie sie die Grenze erlebt hat und wie sich auch ihre Welt nach 1989 verändert hat. Unser letzter Gast auf der Reise ist Vern Croley, ehemaliger "soldier" im Camp "Point Alpha". Er kam mit siebzehn aus Georgia nach Hessen und war regelmäßig im Camp stationiert. Er erinnert sich an seinen Dienst an der "border" und die Zeit des "Kalte Krieges", als beide Blöcke sich für einen Angriff der Gegebnseite vorbereiteten. Wir wünschen Euch viel Freude und Erkenntnisgewinn beim Hören der Folge – und sind gespannt auf Eure Kommentare!































