Frau Dr. Eckert, warum gab es das Zonenrandgebiet?
Veröffentlicht am 08.06.2024 00:00
Laufzeit:
1
Stunde
und
18
Minuten
In dieser Folge sind wir erneut im Grenzland zwischen der BRD und der DDR unterwegs, unser Blick kommt aber dieses Mal vom Westen. Dr. Astrid M. Eckert ist Historikerin und hat zu ihrer Forschung über das Zonenrandgebiet ein gleichnamiges Buch geschrieben. Sie ist zu Gast im Podcast und wir klären zu Beginn, wie das Zonenrandgebiet seinen Namen bekam und welche politischen Forderungen damit einhergingen. Im Anschluss schauen wir dann auf einen Aspekt dieser Gegend, in dem es auch immer wieder zu Gesprächen und Diskussionen mit der DDR-Seite kam: den Umweltschutz bzw. die Umweltverschmutzung. Denn die kennt ja oft keine Grenzen. Eine spannende Folge mit einer fantastischen Expertin erwartet Euch.
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Moderation Zu Gast
- Shownotes
- Astrid M. Eckert
- Zonenrandgebiet | Astrid M. Eckert | Ch. Links Verlag
- Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald
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Kalibergbau – Wikipedia
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Werra – Wikipedia
- Röthen – Wikipedia
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Kraftwerk Buschhaus – Wikipedia
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Brennelemente-Zwischenlager Gorleben – Wikipedia
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Erkundungsbergwerk Gorleben – Wikipedia
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Schaalsee – Wikipedia
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Michael Succow – Wikipedia
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Kai Frobel – Wikipedia
- Grünes Band – Wikipedia
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Ernst Albrecht – Wikipedia
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Landkreis Lüchow-Dannenberg – Wikipedia
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Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg – Wikipedia
- BASE - Endlagersuche - Startseite
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Sächsische Schweiz – Wikipedia
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Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin – Wikipedia
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- Spurensuche am Wegesrand – ein digitales Angebot für Kinder, Familien und Schulklassen am TOP-Grenzwanderweg Schifflersgrund | DigAMus Award
Das Foto von Astrid M. Eckert stammt von Ines Grabner.
Die Grenze der DDR zum Westen wurde gut bewacht. Doch nicht etwa nach außen, zum „imperialistischen Westen“ hin. Die Augen der Grenzsoldaten waren ins Hinterland des eigenen Staates gerichtet. Niemand sollte die DDR auf diesem Weg verlassen. Paul Küch, mein Gast in dieser Folge, war Grenzsoldat im Eichsfeld und hat über seine Zeit dort ein Buch geschrieben. Es heißt „Ich hatte einen Schießbefehl“ und er stellt damit auch schon deutlich heraus, mit welchen Mitteln im äußersten Fall Fluchten auch verhindert werden sollten. Paul selbst musste zum Glück nie diesem Befehl Folge leisten, was er aber von seiner Zeit bei den Grenztruppen berichtet, hat mich aber auch schon so noch einmal intensiver über den Wahnsinn nachdenken lassen, den die Regierung der DDR mit der Sicherung der Grenze betrieben hat.
Mein Gast Eberhard Kittler nimmt uns mit auf geheimen Pfaden in einen Urlaub, der nicht nur einen Hauch von Abenteuer verströmt. Er war nämlich in seiner Jugend von der DDR aus "Unerkannt durch Freundesland" unterwegs. Damit ist gemeint, wenn Reisende durch die östlichen Nachbarländer der DDR im Transit unterwegs in der Sowjetunion einfach ausstiegen oder von der offiziellen Route abwichen und dann auf eigene Faust durch das große Land streiften. Individualtourismus war in der Sowjetunion nicht vorgesehen und so mussten die oftmals jungen Leute unter dem Radar und eben unerkannt ihre Ferien verleben. Entschädigt wurden sie durch einmalige Reiseabenteuer, von denen mein Gast ebenso berichtet wie von der Reiseplanung und der Freude am Improvisieren.